verband bildender künstler thüringen
verband bildender künstler thüringen e.v.

Der VBK Thüringen im Jahr 2017


(Text erschienen im Info-Blatt vom 8.2.2017)



Liebe Mitglieder,

willkommen im Jahr 2017! Es ist erst einige Wochen alt, und schon gab es für unsere frisch renovierte Galerie so viel Aufmerksamkeit wie selten: Im Rahmen ihrer Ausstellung „Häutung“ war Liilá Choi mit der Aktion „Zeit-Arbeit“ täglich vor Ort, arbeitete an der Installation und kam mit den Besuchern ins Gespräch. Aktuell ist nun die Ausstellung von Stefan Leyh zu sehen, das weitere Galerieprogramm liegt dem Info-Blatt bei.

Das Projektjahr 2016 war bestimmt durch die zehnte artthuer,
einen Rückblick dazu haben wir in diesem Info-Blatt aufgenommen.

Auch wenn uns das Motto „nach der artthuer ist vor der artthuer“ im Jahr 2017 begleitet, so soll der Fokus auf den aktuellen Projekten liegen:

Erneut konnten wir für das Thema „Wert der Kreativität“ die Unterstützung der Thüringer Staatskanzlei einwerben. Somit wird unser Anliegen, Ausstellungsvergütungen an die teilnehmenden Künstler ausreichen zu können, auch weiterhin ermöglicht.
Unter dem Arbeitstitel „These / Antithese“ haben wir für 2017 an zwei Orten Ausstellungen geplant: zunächst in der Galerie Waidspeicher im Kulturhof zum Güldenen Krönbacken in Erfurt (23.7. bis 4.9.2017, Vernissage 22.7. um 19 Uhr) und danach im Kunst-Forum in Gotha (15.9. bis 22.10.2017, Vernissage 14.9. um 19 Uhr). In Aussicht steht eine dritte Ausstellung in Schloss Burgk, jedoch voraussichtlich erst am Jahresanfang 2018.
Unterstützt wird dieses Verbandsprojekt durch die ART-regio Kunstförderung der SV SparkassenVersicherung. Die Ausschreibung wird nun anhand des vorliegenden Projektantrages in den kommenden Wochen erarbeitet. Eine inhaltliche Einführung befindet sich in diesem Info-Blatt. An der Mitarbeit in der Projektgruppe interessierte Mitglieder sind herzlich eingeladen, sich in der Geschäftsstelle zu melden.

Direkten Bezug auf das 500-jährige Reformationsjubiläum nimmt das 16. ERFURTER SCHMUCKSYMPOSIUM 2017. Vom 26. August bis 10. September wird es unter dem Titel „RE/FORMATION“ in den Künstlerwerkstätten der Stadt Erfurt durchgeführt. Besondere Veranstaltungen sind in dieser Zeit ebenso geplant wie ein Tag der Offenen Tür und ein Kolloquium.
Vom 10. September bis 15. Oktober findet dann die Ausstellung der Ergebnisse in der Galerie Waidspeicher im Kulturhof zum Güldenen Krönbacken in Erfurt statt. Eine Zusammenarbeit mit dem Symposium in Turnov (Tschechien) steht in Aussicht.

Ausstellungen, Symposien und andere Projekte, Kolloquien oder Publikationen sind wichtige Mittler der Anliegen unserer Künstlerinnen und Künstler nach außen. Das Beispiel der Projektreihe „Wert der Kreativität“ zeigt dies deutlich: Hier sind Ausstellungshonorare verankert, jedoch immer themenbezogen und auf der Plattform von Ausstellungsprojekten. Doch genau solche sind seit 2012 kontinuierlich durch die Förderung des Freistaats durchführbar, ohne diese kontinuierliche Arbeit wäre das Anliegen, Ausstellungsvergütungen grundsätzlich zu etablieren, wenig sichtbar. Die Leitlinie des BBK-Bundesverbandes dazu ist auch aufgrund unseres Thüringer Engagements entstanden.

Anknüpfend an die letzte Ausstellung der Wert der Kreativität-Reihe „Künstler. Mäzene. Sponsoren“, in deren Rahmenprogramm eine Gesprächsrunde zu „Vorlass / Nachlass“ in Gotha stattfand, will der Verband sich in diesem Jahr stärker diesem Thema widmen. Viele unserer Mitglieder katalogisieren und digitalisieren ihre Werke bereits, das ist jedoch nur ein Teil des Ansatzes. Mit dem Arbeitsschwerpunkt „Vorlass / Nachlass“ sollen anstehende Probleme erörtert, Kooperationen (z.B. mit dem Museumsverband) geschaffen und handhabbare Lösungen (z.B. für steuerliche und rechtliche Fragen) für unsere Mitglieder gefunden werden. Wir werden auch die Situation, Möglichkeiten und Grenzen der Thüringer Museen zusammen mit diesen ausloten. Allgemeine rechtliche und steuerliche Fragen wollen wir mit den Beratern unseres Verbandes sowie mit den anderen Landesverbänden (die sich ebenso wie der BBK mit dem Thema befassen) erörtern. Wir erhoffen, zukünftig eine Arbeitsgrundlage schaffen zu können, mit Hilfe derer unseren Mitgliedern einerseits die Aufgabe der beruflichen Tätigkeit nicht zum finanziellen Nachteil gereicht (Stichwort einkommensteuerliche Behandlung der Werke) und andererseits mehr Vorlass-Regelungen getroffen werden können, so dass Nachlässe Thüringer Künstler zukünftig besser gewahrt und gewürdigt werden können.

Auch für diese inhaltliche Arbeit sind interessierte Mitglieder willkommen, aktuelle Problemlagen und Erfahrungsberichte aus der Mitgliedschaft sind nützlich. Einige Punkte dazu wurden bereits in den Fragebogen zur aktuellen Sozialen Umfrage integriert – wir bitten im eigenen Interesse um rege Teilnahme! Sicher werden wir im Rahmen der jährlichen Mitgliederversammlung (voraussichtlich Mitte Mai) bereits einige Ergebnisse besprechen können.

Schließen möchte ich das heutige Editorial mit einer persönlichen Notiz: Meine Elternzeit geht zu Ende, ab April werde ich wieder als festes Mitglied des Geschäftsstellenteams tätig sein. Doreen Bothe wird dem VBKTh im Rahmen der Projektarbeit 2017 weiterhin erhalten bleiben, die artthuer 2018 mit vorbereiten sowie voraussichtlich das Projektmanagement übernehmen.

Ihre/Eure Michaela Hirche
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